16. Jul 2011 last updated 
by Ted 77

Team Wedel sichert sich das Double
 

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Bericht

09. Jul 2011, Wedel:
Zum ersten Mal in ihrer "Vereinsgeschichte" - also seit dem ersten Anstoß vor neun Jahren - kann Team Wedel Sommer- und Winterpokal im heimischen Trophäenschrank einsortieren. In einem taktisch geführten Finale, das wenig spielerische Highlights auf dem rutschigem Hallenboden bot, fiel die Entscheidung folgerichtig im Siebenmeterschießen zu Gunsten der Heimmannschaft gegen das Team aus Elmshorn. Die Wedeler Damen sorgten gegen die Kieler Spielerinnen zum einen dafür, dass alle Pokale in Wedel verbleiben, und zum anderen für das Novum, dass alle Entscheidungsspiele ins Siebenmeterschießen gingen.
 
von Torsten Lagerpusch
 
 

Zwei Wochen vor Turnierbeginn wurde es hektisch in den Büroräumen des Organisationskomitees: Die Sporthalle in der Rudolph-Breitscheid-Straße wurde kurzfristig - aber dafür über die gesamten Sommerferien - für Renovierungsarbeiten geschlossen. Die Stadtverwaltung stellte zwar die Halle in der Bergstraße als Alternative zur Verfügung, doch ein Pressebericht über den rutschigen Hallenboden bereitete wenige Tage vor dem Turnier ein ungutes Bauchgefühl. Dieses Gefühl sollte sich letztendlich aber nicht rechtfertigen, denn trotz einiger spektakulärer Stürze blieben alle unverletzt.

Neben den besagten Teams aus Elmshorn und Wedel sowie einer Wedeler Damenmannschaft gingen gleich drei Kieler Mannschaften (Damen und zwei Herrenteams) in das Kräftemessen um den Sommerpokal und die damit verbundene Ehre. Besonders ambitioniert, die Zahlen lassen es erkennen, waren die Kieler, endlich über einen fünften Rang hinauszuspielen. Daniel hatte sämtliche Kräfte mobilisiert und der Plan sollte schlussendlich aufgehen. Die Damenteams mussten sich zwar, da zu wenig Teams für eine zweite Gruppe gemeldet waren, mit den dicken Männern in einer Gruppe zusammenspielen, machten ihre Sache aber mehr als gut.

Die Vorrunde gestaltete sich ausgeglichen und keine Mannschaft blieb ohne Sieg. Den personell gebeutelten Kieler Damen gelang dieser, wenn auch etwas überraschend, im allerletzten Gruppenspiel gegen die erste Männermannschaft aus der Fördestadt. Der Jubel bei den Damen und Schmach bei den Männern kannten keine Grenzen. In der anschließenden Finalrunde bildete das Spiel um Platz 5 gleichzeitig das Finale der Frauen. Beide Teams schenkten sich keinen Zentimeter und so ging es beim Stand von 0:0 an den Siebenmeterpunkt. Wedel hatte mit Nadja eine starke Torfrau in ihrer Reihen und so sicherten sich die Wedeler Damen mit 2:1 den Sieg in der Damenwertung und Platz 5.

Im kleinen Finale kam es zum Kieler Kräftemessen und die zehn Minuten sollten in die Turniergeschichte eingehen. Die zweite Truppe aus dem Norden hatte mit ihrer jugendlichen Leichtigkeit nach der Vorrunde die Nase nach Punkten vorne, doch nach Erreichen des Minimalziels, einen besseren Platz als den fünften zu belegen, hatten die "Alten" (Kiel 1) Blut geleckt. Kiel 2 ging schnell in Führung und Kiel 1 reagierte sofort mit Powerplay - also ohne Torwart, was alsbald mit dem 0:2 bestraft werden sollte. Doch bereits vor dem Anschlusstreffer wurden die "Jungen" hinten reingespielt und vernachlässigten die Deckungsarbeit sträflich. Kiel 1 agierte weiter mit fünf Feldspielern ohne Torwart und musste erneut ein Gegentor (1:3) in Kauf nehmen. Unverändert spielten sie jedoch auf den Ausgleich und schafften diesen tatsächlich, da die Spieler von Kiel 2 die Laufarbeit zu Ende der Spielzeit komplett verweigerten. Nach diesem dramatischen Spielverlauf musste also auch hier die Entscheidung im Siebenmeterschießen fallen und der oft bemühte psychologische Vorteil war klar auf Seiten von Kiel 1. Doch auch jetzt kam alles anders und am Ende hatte Kiel 2 mit 5:4 doch noch den Kopf aus der Schlinge gezogen.

Eine ähnliche Dramatik kam im Finale zwischen den unbesiegten Wedelern und ihren ärgsten Verfolgern aus Elmshorn im Finale erst bei der Entscheidung vom Punkt auf. Wedel eröffnete und die ersten beiden Schützen der Finalmannschaften sollten treffen. Doch dann konnte Sven den dritten Ball entschärfen, was den Druck auf den Wedeler Schlussmann erhöhte. Doch er hielt und machte damit seinen gerade getanen Fehlschuss wieder gut. Doch auch Schütze 4 aus Wedel brachte den Ball nicht in Netz, nur die Elmshorner konnten ihren Vorteil nicht nutzen und so besiegelte Basti sowie ein Pfostenschuss von Jan dann doch noch die Elmshorner Niederlage.

Inoffizielle Spielerin des Turniers wurde Sophie aus Wedel, die in der Abwehr sensationelle Zweikampfwerte vorweisen konnte. Der Heimweg wurde mit Schokolade versüßt, bevor sich die Halle wieder leerte. Neben dem Ausbleiben von Verletzungen war vor allem die Atmosphäre äußerst erfreulich. Hoffentlich hatten alle ihren Spaß und planen schon jetzt den 26.12. für das Winterturnier ein, das dann sein zehnjähriges Bestehen feiern kann. Besonderer Dank geht einmal wieder an Basti sowie Mathias und Lars für ihre unermüdliche Mithilfe und an alle Mitspieler, die zu diesem schönen und fairen Turniertag beigetragen haben.


Am Ende muss allerdings eine Rüge stehen, denn keiner der drei WANDERpokale fand den Weg zum Austragungsort. Die Übergabe ist schnellsten einzuleiten!

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